3 Tipps zur Kontaktvermeidung auf dem Shopfloor

  • Christoph Pitter
  • Shopfloor Management

Produzierende Unternehmen stehen vor der Herausforderung ihre Produktion trotz der aktuellen Corona Krise aufrechtzuerhalten. Um einen Produktionsstopp zu vermeiden muss der Mitarbeiterschutz an oberster Stelle stehen. Durch eine Kontaktvermeidung auf dem Shopfloor werden die Übertragungswege des Corona Virus reduziert.

Das Problem ist, dass die Arbeiter aufgrund der vielen Maschinen auf dem Shopfloor dicht zusammen stehen, um zu kommunizieren. Oftmals kann der empfohlene Sicherheitsabstand von 1,5 Metern dadurch nicht mehr eingehalten werden. Dies hat zur Folge, dass

  • sich das Infektionsrisiko der Mitarbeiter stark erhöht
  • die Arbeit unterbrochen werden muss, um sich mit Kollegen auszutauschen
  • Mitarbeiter den Kontakt zu Kollegen aus Angst vor Ansteckung weitestgehend vermeiden

Am besten können diese Probleme angegangen werden, wenn mehrere Maßnahmen gleichzeitig ergriffen werden, um die Synergieeffekte der einzelnen Lösungen zu bündeln.

1. Sprachnachrichten

Die Arbeiter werden mit mobilen Endgeräten ausgestattet. Dadurch können Mitarbeiter jederzeit Sprachnachrichten aufnehmen und mobil an Kollegen oder eine Gruppe von Kollegen senden, egal wo diese sich in dem Moment befinden. Diese können unmittelbar reagieren, um Probleme schnellstmöglich zu beheben und einen Informationsaustausch sicherzustellen.

Vorteile:

  • Der richtige Kollege muss nicht gesucht werden
  • Zeit- und Kosteneinsparung, da die Informationen unmittelbar den richtigen Adressaten erreichen
  • Die Arbeiter können kommunizieren und haben die Hände frei

2. Organisatorische Maßnahmen

Um die erhöhte Begegnung der Arbeiter beim Schichtwechsel zu vermeiden, sollten längere Pausen zwischen den Schichten eingeführt werden. Zudem können Produktionsmitarbeiter in kleine Gruppen eingeteilt werden, damit diese vom restlichen Unternehmen weitestgehend isoliert und autark arbeiten.

Vorteile:

  • Kontaktvermeidung bei nur minimaler Beeinträchtigung des Prozessablaufs

3. Fotos

„Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte“ – Arbeiter können mit mobilen Endgeräten Fotos an die entsprechenden Kollegen senden und erhalten unmittelbar Anweisungen, Bestätigungen oder Vorschläge zu Vorgehensweisen.

Vorteile:

  • Missverständnisse vorbeugen
  • Kommunikation und Aktion beschleunigen, da eine Situation nicht umständlich beschrieben werden muss
  • Gefahrenpotenzial schnell dokumentieren
  • Der persönliche Kontakt verschiedener Abteilungen wird reduziert

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